Sehenswürdigkeiten in Berlin

Berlin bildet als Kapitale der Bundesrepublik Deutschland das Zentrum des Metropolgebiets Berlin/Brandenburg, ist in zwölf Bezirke unterteilt und mit mehr als 3,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Mitteleuropas.

In Berlin kann man erholsame Stunden an den vielen Flüssen und Seen verbringen, in den wunderschönen Wäldern spazieren gehen, aber auch Kultur genießen und zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die Weltstadt gilt als Touristenmagnet und internationaler Anziehungspunkt für Kulturschaffende.

Die Spreeinsel

Ein wichtiger erster Anlaufpunkt für Kunstbegeisterte ist die von Kupfergraben und Spree umflossene
Spreeinsel, die sich in drei Abschnitte gliedert.
In der Mitte der Insel stand im Mittelalter eine Burg, die später zum Berliner Stadtschloss umgebaut und ab 1871 von den preußischen Königen und den brandenburgischen Kurfürsten als Residenz genutzt wurde. 1950 hat man das Gebäude aufgrund starker Beschädigungen, die ihm während des Zweiten Weltkriegs zugefügt worden waren, gesprengt. An derselben Stelle entstand der Marx-Engels-Platz, der von zahlreichen Staatsgebäuden der ehemaligen DDR eingefasst war. Heute heißt der Platz wie einst Schlossplatz.

Der südliche Teil der Spreeinsel nennt sich Fischerinsel nach dem ehemaligen dort befindlichen Fischerkiez. Dort befand sich einst die Stadt Cölln, heute stehen an dieser Stelle moderne, in Grünanlagen eingebettete Wohnhäuser in Plattenbauweise. Richtung Schlossplatz kann man einige historische Denkmäler besichtigen, etwa das Nicolaihaus, die Jungfernbrücke und das Galgenhaus.

Im nördlichen Teil der Spreeinsel, der im Mittelalter noch sumpfiges Auland war und danach zur Errichtung von Gärten genutzt wurde, entstanden nach und nach zahlreiche Museen, weshalb man dieses Areal auch Museumsinsel nennt. Sie wurde im 19. Jahrhundert vom damaligen Herrscher als kulturhistorischer Ort gelobt und im Jahr 1999 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die dort befindlichen Kunstsammlungen sind hauptsächlich durch ihre antiken Exponate aus aller Welt berühmt geworden.
Darüber hinaus gibt es auch in der Stadt noch einige bedeutende Einrichtungen dieser Art, unter anderem das Naturkundemuseum, das Technikmuseum, das Stadthistorische Museum sowie mehrere Gemäldegalerien und ethnologische Sammlungen.

Ebenfalls im Norden der Insel, nahe dem ehemaligen Schloss, befindet sich der von 1894 bis 1905 errichtete Berliner Dom, der den Zweiten Weltkrieg großteils unbeschadet überstand und bis zum Jahr 2002 renoviert wurde. Bei dem denkmalgeschützten Gebäude handelt es sich um eine der bedeutendsten evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik. In der Gruft des Berliner Doms ruhen etliche Mitglieder der Familie Hohenzollern. Neben den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten werden in der Kirche heute auch wichtige politische Ereignisse gefeiert. Das Hauptportal des Gebäudes liegt am Lustgarten.

Bei diesem Park handelt es sich um eine weitläufige Grünanlage, die früher zum Schloss gehörte. Das Areal hat man unter Kurfürst Georg Ende des 16. Jahrhunderts als Kräuter- und Obstgarten genutzt, den der Hofgärtner des Adeligen, Desiderius Corbinianus, anlegte und pflegte. Nach ihm wurde die Anlage, die damals teilweise auch höfischen Festlichkeiten diente, Corbinianus´ Küchengarten genannt. Im Jahr 1645 ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm das Gelände, das im Zuge des 30-jährigen Kriegs total verwüstet worden war, wiederherstellen und nannte den Park Lustgarten.

Berlin Mitte

Brandenburger Tor in BerlinDas berühmteste Bauwerk der Stadt Berlin und gleichzeitig auch ihr Wahrzeichen ist das Brandenburger Tor, das Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und sich am westlichen Ende des Prachtboulevards Unter den Linden befindet. Es gilt als Symbol der überwundenen Teilung der deutschen Hauptstadt. Bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990 verlief auf einer Seite die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Das Berliner Wahrzeichen, an dessen Spitze sich ein antiker zweirädriger Streitwagen mit der römischen Siegesgöttin Victoria befindet, ist dem Torbau auf der Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen nachempfunden.

Die Staatsoper Berlin, die im Jahr 1743 im Auftrag von König Friedrich II. im Rokokostil erbaut wurde, liegt auf der Prachtstraße Unter den Linden. Bei dem Gebäude handelte es sich zum Zeitpunkt seiner Errichtung um das erste königliche Theater, das erste freistehende Opernhaus der Bundesrepublik und das größte in ganz Europa.
Weitere bekannte Opernhäuser in der Hauptstadt sind die Deutsche Oper, die Komische Oper und das Staatsballett Berlin.

Ebenfalls in diesem Bereich befindet sich die von 1774 bis 1780 für die Königliche Büchersammlung errichtete Alte Bibliothek im Barockstil, die aufgrund ihrer geschwungenen Form von den Berlinern auch „Kommode“ genannt wird. Auftraggeber zur Erbauung des Gebäudes war Friedrich der II. – der Herrscher hat mit dieser Einrichtung die Literatur, die zuvor nur Ministern, Staatsbeamten, Wissenschaftlern und dem Adel vorbehalten war, auch dem Bürgertum zugänglich gemacht. Bis heute steht daher über dem Eingangstor der lateinische Spruch „nutrimentum spiritus“, was so viel wie „geistige Nahrung“ bedeutet.

An der Ostseite von Unter den Linden, im historischen Zentrum von Berlin, befindet sich die Schlossbrücke. Sie verbinden Friedrichswerder mit der Spreeinsel. Bereits im 15. Jahrhundert existierte an dieser Stelle ein Übergang über den damaligen „Cöllnischen Graben“ vor dem einstigen Stadtschloss, der Hundebrücke genannt wurde, weil sie unter anderem von den adeligen Jagdgesellschaften und deren Hunden auf dem Weg zu ihrem Jagdrevier überquert wurde. Die heutige Schlossbrücke, welche die Museumsinsel mit dem östlichen Zentrum, in dem der Berliner Fernsehturm steht, verbindet, wurde von 1821 bis 1824 errichtet und trug bis 1991 den Namen Marx-Engels-Brücke.

Der Berliner Fernsehturm ist 368 Meter hoch und damit nicht nur das höchste Bauwerk der Bundesrepublik, sondern auch das vierthöchste freistehende in ganz Europa. Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung in den 1960ern war er sogar der zweithöchste Fernsehturm der Welt. Er wurde im internationalen Stil zwischen dem Alexanderplatz und dem Marx-Engels-Forum errichtet, dient neben seiner Funktion als Sender auch als Aussichtsturm, den jährlich rund 1,4 Millionen Menschen besteigen, und ist prägender Teil der Berliner Skyline.

In der Nähe des Brandenburger Tors steht das zwischen 1884 und 1894 errichtete Reichstagsgebäude, das 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Laufe des Zweiten Weltkriegs erneut stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seit dem Jahr 1999 ist das Haus nach einer umfassenden Renovierung Sitz des Deutschen Bundestages. Jährlich wird das Reichstagsgebäude von etwa zwei Millionen Menschen besucht und ist damit zum zweitstärksten Touristenmagnet der Bundesrepublik geworden.

Direkt am Spreeufer, liegt das 1785 im frühklassizistischen Stil erbaute Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung der Brüder Prinz August Ferdinand – der auch den Auftrag zur Errichtung erteilte – und Friedrich II., heute Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Dreiflügelanlage, die aus dem Haupttrakt, dem Damen- und dem Spreeflügel besteht. Seinen Namen verdankte das Schloss seinem prächtigen Blick Richtung Westen über den weitläufigen Park und die Spree bis hin zum Schloss Charlottenburg.

Unweit vom Schloss Bellevue entfernt, mitten im Großen Tiergarten, befindet sich die Siegessäule auf dem Großen Stern, die als Nationaldenkmal der Einigungskriege von 1864 bis 1873 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht. Ihre ursprünglich drei Segmente und die Bronzeskulptur der römischen Siegesgöttin Viktoria sollten an die Siege im Deutsch-Dänischen Krieg 1864, im Deutschen Krieg gegen Österreich 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 erinnern. Nach dem Zeiten Weltkrieg wollte Frankreich die Siegessäule durch Sprengung beseitigen lassen, welcher die anderen Alliierten allerdings nicht zustimmten.

Ebenfalls in Berlin-Mitte liegt am östlichen Ufer der Spree das älteste Wohngebiet der deutschen Hauptstadt, das Nikolaiviertel, dessen zentrales Bauwerk die Nikolaikirche darstellt. Die Basilika aus Feldstein im Stil der Spätromanik ist um 1200 fertiggestellt worden. Auf diesem Gebiet entwickelten sich danach die beiden Kernbereiche der Stadt: Östlich der Spree entstand Berlin, westlich, also genau gegenüber, entwickelte sich das kleinere Cölln. 1937 begann man mit der Planung zur Umgestaltung des Nikolaiviertels. Im Jahr 1959 wollt man den bereits längere Zeit vernachlässigten Stadtteil zu einem erweiterten Hafenbecken der Spree als Anlegestelle für Ausflugdampfer umbauen, was allerdings wieder verworfen wurde. 1987 einigten sich die Verantwortlichen darauf, die historischen Wurzeln wertzuschätzen und auf dem Areal ein attraktives Viertel zu entwickeln. Heute erlebt man es als Stadtteil mit restaurierten alten Gebäuden und zahlreichen modernen Neubauten, die mit Ornamenten, Giebeln und schmiedeeisernem Zierrat teilweise an die historische Vergangenheit angepasst wurden.

Straßen, Plätze und Grünanlagen

Einer der zentralsten Stellen in der deutschen Hauptstadt und zugleich wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist der Alexanderplatz, von den Berlinern auch „Alex“ genannt. Seinen Namen verdankt er dem russischen Zaren Alexander I., der im Jahr 1804 Berlin besuchte, was König Friedrich Wilhelm III. zum Anlass nahm, den Platz umzubenennen. Im 15. Jahrhundert stand unweit des heutigen Georgentors, das sich früher in der Stadtmauer befand und durch welches im Mittelalter die meisten Waren in die Stadt gelangten, der Galgen, weshalb der Alexanderplatz zu dieser Zeit auch als „Teufels Lustgarten“ bezeichnet wurde. Auf dem „Alex“ steht auch die bekannte Weltzeituhr.
Reste der ehemaligen Berliner Stadtmauer findet man zwischen der Litten- und Waisenstraße.

Ebenfalls eine wichtige Verkehrsdrehscheibe in Berlin ist der Potsdamer Platz, der sich im 19. Jahrhundert vor dem Potsdamer Tor entwickelt hat. Bis 1940 galt der Platz als verkehrsreichster Europas. Nach starken Beschädigungen durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg und der Teilung durch die Berliner Mauer im Jahr 1961 verfiel die Gegend. Heute wird der neu errichtete Potsdamer Platz, an dem sich zahlreiche Restaurants und Geschäfte befinden, als Bindeglied zwischen den ehemals beiden Stadthälften bezeichnet.
Ebenfalls auf diesem Areal ist das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, das 2005 aufgestellt wurde, zu finden.

Den Platz, auf dem sich der Große Stern und darauf die Siegessäule befindet, hat Kurfürst Friedrich III., der später mit dem Namen Friedrich I. König von Preußen wurde, um 1698 anlegen lassen. Der Große Stern sollte einen Jagdstern darstellen. Ab 1742 ist die Fläche im Zuge der Umgestaltung des Tiergartens zu einem großen repräsentativen Platz ausgebaut worden. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts stand dort bis Anfang des 19. Jahrhunderts eine Gruppe von Statuen aus Sandstein, welche antike Götter darstellten. Die Skulpturen wurden „Die Puppen“ genannt.

Die größte und längste Straße von Berlin ist der Prachtboulevard Unter den Linden, der vom Pariser Platz in der Dorotheenstadt im Berliner Ortsteil Mitte bis zur Schlossbrücke führt und der die zentrale Verkehrsachse im Berliner Zentrum darstellt. Auf ihr befinden sich das bekannte Hotel Adlon, eines der luxuriösesten Häuser in Deutschland, und die Akademie der Künste, die sich der Förderung der Baukunst, der Literatur, der Musik, der Dastellenden und der Bildenden Kunst sowie der Medien- und Filmkunst widmet.

Die bekannteste Einkaufspromenade der deutschen Hauptstadt stellt der Kurfürstendamm, von den Berlinern liebevoll auch Ku´damm genannt, der zugleich auch als Hauptverkehrsachse im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf fungiert, dar. Auf der Straße befinden sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Hotels, sie gilt daher als eine der begehrtesten Anlaufpunkte für Berlinbesucher. Am östlichen Ende des Kurfürstendamms steht die Turmruine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, danach geht es weiter in die Tauentzienstraße, wo sich das von 1963 bis 1965 erbaute Europa-Center und das KaDeWe (Kaufhaus des Westens), das größte Kaufhaus Europas, befinden.
Ebenfalls im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf steht das Olympiastadion Berlin. Auf demselben Gelände befinden sich außerdem das Reitstadion, das Sportforum, das Olympia-Schwimmstadion, das Hockey-Olympiastadion, das Maifeld und die Waldbühne. Das Olympiastadion ist die Spielstätte des Fußballvereins Hertha BSC. Erbaut wurde die Halle von 1934 bis 1936 anlässlich der Olympischen Sommerspiele im Jahr 1936. Das Stadion verfügt über ein Fassungsvermögen von etwa 100.000 Zuschauern.
Die Oranienburger Straße im Berliner Ortsteil Mitte stellte vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels dar. Im Zuge ihres Wiederaufbaus nach dem Krieg wurde auch die erstmals im Jahr 1866 fertiggestellte Neue Synagoge restauriert, die ebenfalls durch Bombenangriffe schwer beschädigt worden war. 1995 hat man das Gebetshaus wiedereröffnet, seither dient es als kultureller Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde in der Stadt. Im nördlichen Bereich der Straße liegt der älteste jüdische Friedhof Berlins. Bei der weitaus bekannteren Begräbnisstätte in Berlin-Weißensee handelt es sich um den größten jüdischen Friedhof in Europa.
Doch neben den belebten Plätzen und Straßen gibt es in Berlin nicht nur ausgedehnte Waldgebiete, sondern auch über 2500 Parks, Gärten und andere Grünanlagen.
Zu den größten Wäldern der Stadt zählen der Grunewald und der Spandauer Forst. Als eine der schönsten Grünanlagen gilt der Garten von Schloss Charlottenburg, das Ende des 16. Jahrhunderts im Auftrag von Sophie Charlotte von Hannover errichtet wurde und ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner sowie der Stadtbesucher darstellt.

Im Zentrum von Berlin liegt der Große Tiergarten, der älteste und mit rund 210 Hektar größte Park der Hauptstadt. Ursprünglich handelte es sich um ein ausgedehntes Waldgebiet, das von preußischen Adeligen zum Ausreiten und Jagen genutzt wurde. Immer wieder neu gestaltet wurde die ständig wachsende Anlage im Verlauf von über 500 Jahren. Heute reicht der Große Tiergarten vom Bahnhof Zoo bis zum Brandenburger Tor. Durch den Park führen einige große Straßen, beispielsweise die Straße des 17. Juni, die an den Volksaufstand in der DDR im Jahr 1953 erinnert soll.
Charakteristisch für den Park sind die von kleinen Wasserläufen durchzogenen Rasenflächen, die kleinen Seen mit ihren Inselchen und Brücken sowie die prachtvollen Alleen. Besonders reizvoll sind die Anlagen Englischer Garten und Rosengarten.

Neben dem Großen Tiergarten zählt der Treptower Park im Südosten der Stadt zu den bedeutendsten Grünanlagen Berlins. Er wurde zwischen 1876 und 1882 angelegt und gilt mit seiner sich an der Spree entlangziehenden Gartenlandschaft als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Städter. Nach einem Bummel durch den Park kehren die Besucher gerne im Gasthaus Zenner ein, das bereits im Jahr 1822 als „Gasthaus an der Spree“ erbaut wurde und mit rund 1.500 Plätzen zu den größten Restaurants Berlins zählt. Die Gäste genießen dort im Biergarten die kulinarischen Schmankerl der Hauses oder erfreuen sich am schönen Ausblick von der großen Terrasse des Lokals.

Eine Besonderheit unter den Grünanlagen stellt der Botanische Garten dar, der im Südwesten Berlins liegt und neben seiner Funktion als Projekt für die Freie Universität Wien ebenfalls vielen Stadtbewohnern als Erholungspark dient. Mit einer Fläche von etwa 45 Hektar und rund 22.000 verschiedenen Pflanzenarten zählt er zu den drei größten Botanischen Gärten der Welt. Das riesige Tropenhaus ist das höchste derzeit existierende Gewächshaus auf der Erde.

Ebenfalls sehr reizvoll ist der rund 67 Hektar große Landschaftspark Pfaueninsel im südwestlich gelegenen Ortsteil Wannsee, der zur „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“ gehört und seit 1990 gemeinsam mit den Schlössern und Parks von Glienicke in Berlin und Sanssouci in Potsdam als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO steht. Die Pfaueninsel ist seit 1924 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, Teil des Europäischen Vogelschutzgebiets Westlicher Düppeler Forst und wird als „preußisches Paradies“ bezeichnet. Im Jahr 1843 tauchten bei Erdarbeiten auf der Insel Haarspiralen und Armringe aus der Eisenzeit auf.

Doch auch Tierfreunde kommen in Berlin nicht zu kurz. Der im Jahr 1844 eröffnete Zoologische Garten im Bezirk Mitte ist der älteste Zoo im deutschsprachigen Raum und gilt als der artenreichste der Welt. Auf etwa 35 Hektar Fläche findet man dort etwa 15.000 Tiere in 1.500 verschiedenen Arten vor. Angeschlossen an den Tierpark ist ein riesiges Aquarium, in dem man auf drei Etagen Amphibien, Reptilien, Fische, Wirbellose und Insekten bewundern kann. Der Zoologische Garten gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Der Bahnhof Zoologischer Garten, kurz Bahnhof Zoo genannt, befindet sich gegenüber dem Löwentor am Hardenbergplatz und stellt eine wichtige Station an der Berliner Stadtbahn dar. Unter dem Bahnhof befindet sich die U-Bahn-Haltestelle Zoologischer Garten.
Eine weitere bedeutende zoologische Einrichtung ist der Tierpark Berlin, der mit 160 Hektar Fläche als größter Landschaftstiergarten Europas gilt. Hier werden dem Besucher im Schnitt 7.500 Tiere in rund 900 Arten präsentiert.

Neben den zahlreichen Grünanlagen existieren in Berlin 38 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von insgesamt fast 2.000 Hektar, was über 2 Prozent der Landesfläche entspricht. Weitere 52 Hektar Landschaftsschutzgebiete nehmen zusätzlich 13 Prozent der Landesfläche ein. Insgesamt sind etwa 18 Prozent von Berlin bewaldet, weshalb die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland zu Recht als eine der grünsten Metropolen Europas bezeichnet wird.

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