Shopping in Berlin – unzählige Möglichkeiten

Berlin ist die top City, wenn es um das Shopping Erlebnis geht. Dies hat vor allen Dingen seinen Grund darin, dass es nicht, wie andere Städte, nur ein Zentrum gibt, in dem sich alles konzentriert, eine Haupteinkaufsstraße, sondern eine Fülle von kleineren Zentren, von Stadtteilen, Kiezen, mit einer ganz eigenen Struktur. Berlin ist kein geschlossenes Gebilde, sondern eine Ansammlung von „Dörfern“ mit einem unverwechselbaren Charakter. Wer sich also zu einer Shopping Tour in Berlin aufmacht, wird feststellen, dass buchstäblich Welten auf ihn warten. Jeder Besucher hat natürlich seine eigenen Schwerpunkte, sucht bestimmte Produkte, wie Kleidung, Bücher, Antiquitäten, Geschirr oder Dekorationsartikel.

Shoppingmöglichkeiten in der Hauptstadt

Es gibt in Berlin zwar eine gewisse Ballung von Geschäften, die eine bestimmte Art von Produkten anbieten, was aber nicht bedeutet, dass nicht auch weniger bekannte Viertel eine tolle Auswahl bieten. Wer Zeit hat und ein bisschen „Mut“ aufbringt, kann auch in entfernter gelegenen, nicht so „angesagten“ Ecken Berlins tolle Funde machen. Grundsätzlich aber kann man einige Empfehlungen für einzelne Produktkategorien geben. Wer auf der Suche nach Büchern ist, ob first oder second Hand, ist mit der Gegend um den Charlottenburger Savignyplatz gut aufgestellt. In den Seitenstraßen des Ku`Damms finden sich Buchläden zu allen erdenklichen Themen: Kunstgeschichte, Bildbände, Architektur, Historisches, Erotika, natürlich Belletristik, und dies alles in mehreren Sprachen. Wer hier einige schöne Funde gemacht hat, kann sich anschließend (im Sommer) genüsslich mit seiner Ausbeute in eins der Cafés um den Savignyplatz setzen. Dies ist ein Berlin, bei dem auch die Muße nicht zu kurz kommt. Charlottenburg stellt ebenfalls ein Zentrum für edle, hochpreisige Mode dar. Hier findet man bekannte Designer, eine Mode eher klassischen Zuschnitts. Und – nicht zu vergessen – wenn man schon einmal in Charlottenburg ist, ist natürlich das KaDeWe am Tauentzien einen Besuch wert. Die Lebensmittelabteilung ist legendär und absolut Appetit anregend!

Altes und Antikes

Wer einen Sinn für Trödel und Skurriles hat, der ist nach wie vor im ansonsten nicht übermäßig attraktiven Neukölln gut aufgehoben. In der Flughafenstraße findet er eine Reihe toller Läden, die dies darum sind, weil das Angebot völlig dem Zufall überlassen ist, es also immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Viele der Gegenstände stammen aus Haushaltsauflösungen und erzählen damit auch eine Geschichte. Alte Postkarten, Deko-Objekte aus den 1940ern oder 1960ern, hier wird der Sammler oder Fan einer bestimmten Epoche immer fündig. Neben der großen Auswahl erwarten den Besucher der typische Berliner Humor, eine nette Bedienung und Beratung und sehr günstige, auch verhandelbare Preise. Dieser Geheimtipp lässt sich noch abrunden: Zur Stärkung nach der Trödeltour geht man zu dem Libanesen an der Kreuzung Flughafenstraße, Hermannstraße, wo man sich für den eher symbolischen Wert von 1 Euro einen leckeren Fallafel gönnen kann. Dies sei aber nur am Rande bemerkt.

Schick und Exklusiv

Shopping Malls in Berlin
Zahlreiche Shopping Malls buhlen um die Gunst der Berliner und Touristen.

Wer es „schick“ haben möchte, ist natürlich im Zentrum, in Mitte, gut aufgehoben mit seinen Shopping Gelüsten. Hier findet der Shopper mit dem etwas volleren Geldbeutel alles, was sein Herz begehrt: bekannte Mode Labels sind hier genau so vertreten wie Geschäfte mit edlen Taschen und Schuhen. Auch Schokoladen für Leckermäuler sind als Mitbringsel oder zum sofortigen Verzehr in guter aber natürlich auch hochpreisiger Qualität zu finden. Flaggschiffe wie die Galéries Lafayette ziehen den Besucher genau wie das berühmte Medienkaufhaus Dussmann an. Von der Friedrichstraße aus kann man als Kunstfan schnell zum Scheunenviertel gelangen, wo Kunst zum Betrachten in Galerien genau so auf Besucher wartet wie Kunst, die man erwerben kann. Die kleinen Straßen im alten bzw. neuen jüdischen Viertel bieten aber nicht nur Kunst, sondern verstärkt auch Mode und Möbel, Seife und Süßes. Viele der hier ansässigen Läden sind dankenswerter Weise nicht Teil einer Kette, sondern Eigentümer geführte Läden mit einem ganz persönlichen Charme.

Entspannt und Alternativ

Aber auch fern der typischen Touristenecken kann man sich wunderbar zum Shoppen einfinden. Steglitz ist ein oftmals unterschätzter Stadtteil. Er hat natürlich nicht das Edle des Ku`Damms oder das Bunte von Mitte, bietet aber auch ein entspanntes Shopping mit Geschäften in großer Auswahl. Die Schloßstraße als Herzstück ist zu nennen, das „Schloss“ als hübsch angelegte Shopping Mall sei hier zu nennen. Auch der neu angelegte Boulevard bietet einiges. Ein „Öko-Kaufhaus“ weist die Schloßstraße ebenso auf. In den Seitenstraßen wird es allerdings richtig spannend. Hier findet der Shopper, der die gewohnten Bahnen bewusst verlässt, allerhand Ungewöhnliches und Schönes. Vom Miniblumenladen, der nur von Donnerstag bis Samstag geöffnet ist, über einen Rahmenladen mit zugehöriger Kunst zu einem Laden, der das Herz von Eisenbahnfans höher schlagen lässt: Steglitz bietet viel, und dies in einer sehr persönlichen Weise. Kulinarisch kann man sich danach auch sehr gut schadlos halten, denn Shopping kann ja sehr anstrengend sein. Indisch oder Thai? Alles ist möglich!

Ein Wort zu Zehlendorf, dem manchmal als „versnobbt“ gescholtenen Stadtteil. Ja, hier leben Menschen mit einem gut gefüllten Portemonnaie, aber auch für den Touristen als Shopper ist die Gegend um den S-Bahnhof Zehlendorf eine nette Abwechslung. Weine oder Antiquitäten, Bücher oder Dekoratives, hier kann man Slow Shopping betreiben, sich viel Zeit lassen und wähnt sich fast in einer Kleinstadt.

Kreuzberg bzw. das angrenzende Kreuzkölln sind ebenfalls gefragte Ecken, wenn man originelle Dinge sucht. Hier gilt noch bzw. wieder das Prinzip der kleinen aber feinen Läden, die alle einen Schwerpunkt haben. Wolle in unendlichen Farben und Qualitäten gesucht? Auf in die Oranienstraße, die ein bisschen das Kernstück Kreuzbergs bildet. Dort findet man eine Fülle interessanter Geschäfte, einen politischen Buchladen, ein Esoterikgeschäft, einen Laden mit Produkten aus einer Blindenwerkstatt. dazu Lebensmittel aus allen Ländern der Welt, Cafés zum Leute Beobachten. Wenn man den Landwehrkanal überquert, landet man im angesagten Kreuzkölln, das sich durch eine Vielzahl von tollen Läden auszeichnet. Recyclingmöbel, englische Produkte, direkt von der Insel, Kleidung für die Kleinsten bzw. für „starke“ Frauen, Tees mit und ohne Bubbles, in der Gegend um die Graefestraße bzw. die Körtestraße sollte man sich Zeit nehmen. Zu entdecken gibt es vieles!

Bunt und Orientalisch

Bunt und orientalisch geht es in der Gegend um die Turmstraße zu. Nicht weit vom Innenministerium und der Spree entfernt, tut sich dem Besucher hier eine ganz besondere Welt auf. Geschäfte mit Haushaltswaren aus der Türkei, Süßigkeiten aus dem Libanon, aber auch kleine Galerien und Trödelläden vermischen sich zu einem sehr interessanten Mix. Von dort gelangt man schnell zum Hauptbahnhof, zum Brandenburger Tor, Unter den Linden. Solche kleinen Abstecher in ganz „normale“ Viertel zeigen dem Shopping Fan, wie vielfältig Berlin doch ist. Jeder kann hier seine persönlichen kleinen Paradiese entdecken, unterschiedliche Atmosphären und Produkte, die es vielleicht nur dort zu kaufen gibt. Ein bisschen Abenteuerlust schadet nicht.

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